Fachbegriffe rund um den Sondermaschinenbau

A


Adobe Photoshop
Der weltweite Standard in der professionellen Bildbearbeitung wird zur Bearbeitung von Raster- und Vektorbildgrafiken eingesetzt. Die mit Adobe Photoshop professionell vorbereiteten Bilder dienen zur Illustration von technischen Dokumentationen wie beispielsweise Betriebsanleitungen.

Antriebstechnik
Der Begriff „Antriebstechnik“ (engl. powertrain technology bzw. drivetrain technology) umfasst alle technischen Systeme, die durch Energie Bewegung erzeugen. Der Begriff Antriebstechnik bezieht sich jedoch nicht ausschließlich auf den Antriebsstrang oder die Antriebsquelle einer technischen Maschine. Vielmehr schließt er die Energieversorgung, die Ansteuerung der verschiedenen Antriebselemente wie beispielsweise Zahnräder, Vorgelege, Getriebe oder mechanische Kupplungen mit ein.

AutoCAD
Diese Software wird vorzugsweise für Projektierungs- und Planungsarbeiten verwendet.

 B


Bedienungsanleitung
Die Bedieungsanleitung ist nicht zu verwechseln mit der ausführlichen Betriebsanleitung einer Maschine. Vielmehr bildet die Bedienungsanleitung nur einen kleinen Teil der Betriebsanleitung, die den gesamten Lebenszyklus einer Maschine umfasst.

Betriebsanleitung
Die Betriebsanleitung gemäß DIN EN ISO 82079 ist integraler Bestandteil einer Maschine. Eine Betriebsanleitung umfasst den gesamten Lebenszyklus einer Maschine von der Lieferung, der Aufstellung, der Erstinbetriebnahme, der Bedienung usw. bis hin zur späteren Entsorgung. Keine Maschine und keine Vorrichtung darf ohne Betriebserlaubnis an den Kunden ausgeliefert und in Betrieb genommen werden. Beim Verfassen der Betriebsanleitung sind entsprechende Vorgaben des Gesetzgebers hinsichtlich Verständlichkeit, Inhalt, Struktur, Aussehen, Gestaltung und Sprache zu berücksichtigen. Hierfür gilt die verschärfte Europanorm DIN EN 82079-1 als verbindlich.

BMK-Label
Der in der Elektrotechnik gebräuchliche Begriff „BMK-Label“ steht für „Betriebsmittelkennzeichen“ (BMK). Diese Kennzeichnung wird notwendig, um die unterschiedlichen elektrischen und elektronischen Betriebsmittel unterscheiden und klassifizieren zu können. Beim Bau von industriellen Anlagen müssen deshalb elektrische und elektronische Bauelemente einzeln mit einem Kennbuchstaben und mit einer Zählnummer gekennzeichnet werden.

Brünieren
Brünieren bezeichnet ein Verfahren zum Aufbringen einer lediglich rund 1 µm dünnen, korrosionshemmenden Schutzschicht auf eisenhaltige Werkstücke. Dies geschieht durch Eintauchen der Werkstücke in spezielle saure Lösungen. Durch Brünieren entsteht jedoch keine widerstandsfähige Beschichtung.

C


CE-Kennzeichnung
Die CE-Kennzeichnung ist eine verbindliche, europaweit gültige Harmonisierungsrichtlinie. Sie gilt als Symbol der Freiverkehrsfähigkeit von Industrieerzeugnissen im Europäischen Binnenmarkt. Jede in Verkehr gebrachte Maschine muss mit einer CE-Kennzeichnung zertifiziert sein.

CNC-Maschinen mit 5-Achs-Technik
Eine moderne 5-Achs-CNC-Maschine besitzt gegenüber einer 3-Achs-CNC-Maschine vor allem zwei technische Vorteile. Erstens lassen sich damit deutlich komplexere Bauteile herstellen, die mit einer 3-Achs-CNC-Maschine nur mit erheblichem Aufwand gefertigt werden können. Zweitens lassen sich Bearbeitungsabläufe wesentlich abkürzen.

CODESYS
Codesys (Eigenschreibweise CODESYS, vormals CoDeSys) ist in der Grundversion 1.0 ein lizenzfreies Programmiersystem, das vom 1994 gegründeten Softwarehersteller 3S-Smart Software Solutions aus Kempten entwickelt und vermarktet wurde. Mit der Hilfe von Codesys lassen sich Speicherprogrammierbare Steuerungen (SPS) für die Applikationsentwicklung in der Industrieautomation entwickeln. Neuere Versionen der Software sind kostenpflichtig.

D


DIN EN ISO 9001:2015
Die Norm beschreibt, welchen Anforderungen das Managementsystem eines Unternehmens genügen muss, um einem definierten Standard hinsichtlich der Umsetzung des in der Norm beschriebenen Qualitätsmanagements zu entsprechen. Mit der Zertifizierung nach DIN EN ISO 9001:2015 weist ein Unternehmen den Standard seiner Prozesse und Produkte bzw. Dienstleistungen nach.

E


EdgeCAM
Diese Software dient der Erstellung der Bearbeitungsprogramme für die CNC-Fertigung. Die Einsatzspanne reicht dabei von der Herstellung von Regelgeometrien bis hin zu komplexen 3D-Teilen.

EG-Einbauerklärung
Die EG-Einbauerklärung nach Maschinenrichtlinie 2006/42/EG Anhang II 1.B ist Teil der technischen Dokumentation, die laut Gesetzgeber bei der Auslieferung einer „unvollständigen Maschine“ dem Kunden zur Verfügung gestellt werden muss. Ergänzt wird die EG-Einbauerklärung durch eine Montageanleitung, die der Auslieferung einer „unvollständigen Maschine“ ebenfalls beizufügen ist.

ePlan
Diese Software dient zur Projektierung, Dokumentation und Verwaltung von elektrotechnischen Automatisierungsprojekten.

E-Procurement
E-Procurement beschreibt die Beschaffung von Gütern und Dienstleistungen auf elektronischem Weg. Durch abgestimmte und standardisierte Bestellvorgänge aus einheitlichen, geprüften Katalogen zu im Vorfeld verbindlich verhandelten Konditionen lassen sich durch E-Procurement erhebliche Prozesskosteneinsparungen erzielen. Gleichzeitig wird damit „Maverick-Buying“ bzw. „Wilder Einkauf“  unterbunden.

E³.series
Diese modulare CAD-Software wird als Entwicklungs- und Konstruktionssoftware für Elektrotechnik (Stromlaufpläne, Schaltschränke und Kabelbäume) und in der Fluidtechnik (Pneumatik- und Hydraulikkonstruktion) verwendet.

F


FAT
FAT ist die englische Abkürzung für  „Factory Acceptance Test“. FAT bedeutet „Werksabnahme“ und bezeichnet den üblichen Abnahmeprozess direkt beim Hersteller. Hierbei prüfen Auftraggeber und Auftragnehmer eine Anlage oder Maschine auf ihre Funktion sowie auf die Vollständigkeit der im Lastenheft definierten Eigenschaften. Der Werksabnahme folgt in der Regel die „Finale Abnahme" SAT („Site Acceptance Test“) beim Kunden.

FMEA
Die englische Abkürzung FMEA (Failure Mode and Effects Analysis) steht für „Fehlermöglichkeits- und -einflussanalyse“. Diese ursprünglich aus der US-amerikanischen Automobilindustrie stammende Analyse ist eine zielgerichtete Methode, mit deren Hilfe sich mögliche Produktfehler frühzeitig ermitteln lassen. Unterschieden werden die Produktfehler hinsichtlich ihrer Auftretenswahrscheinlichkeit, ihrer Entdeckungswahrscheinlichkeit sowie hinsichtlich ihrer Auswirkung auf den Kunden. Ziel der Fehlermöglichkeits- und -einflussanalyse ist es, von vornherein Produktfehler zu vermeiden anstatt später kosten- und arbeitsintensiv zu korrigieren.

FuSi
FuSi ist die Abkürzung für „Funktionale Sicherheit“. Die FuSi dient der Berechnung der korrekten Funktion der sicherheitsrelevanten Bauteile eines Systems sowie der risikomindernden Maßnahmen. Die FuSi ist unverzichtbarer Bestandteil der vom Gesetzgeber vorgeschriebenen CE-Kennzeichnung.

Freiformflächendesign
Freiformflächen sind Flächen, die aufgrund ihrer mathematischen Komplexität mit aufwändigen Darstellungen (3D-Skizzen, Kurven etc.) erstellt werden. Freiformflächen lassen sich in CAD-Systemen mit wenig Mehraufwand zu erzeugen.

G


Gefahrenanalyse
siehe Stichwort „Risikobeurteilung“.

GENiUS
Diese Software wird in der 2D-Konstruktion von Maschinenteilen und Baugruppen eingesetzt.

H


Harting-Stecker
Die Industriestecker der Firma Harting werden eingesetzt, wenn hohe Zuverlässigkeit bei hohen Anwendungs-Anforderungen erfüllt werden müssen. Gleichzeitig lassen sich hohe Leistungen bei Spannungen über 5000 V und Strömen über 300 A problemlos übertragen.

Hysterese
Unter Hysterese (Schaltdifferenz) versteht man im Allgemeinen die Differenz zwischen Ausschaltpunkt und Einschaltpunkt bei schaltenden Reglern. Eine definierte Hysterese ist notwendig, um einen stabilen Regelkreis zu realisieren. Dies gilt für Messgrößen wie Druck, Temperatur, Füllstand oder Durchfluss.

I


INI
Umgangssprachliche Abkürzung aus der Elektrotechnik für den Überbegriff „Initiator“. Ein anderer Begriff für Initiator ist „Sensor“. Initiatoren bzw. Sensoren dienen in der Elektrotechnik dazu, physikalische Eigenschaften in elektrisch messbare Signale umzuwandeln.

K


KKS-Kennzeichnung
KKS steht als Abkürzung für „Kraftwerkskennzeichensystem“. Mittels dieses Kennzeichnungssystems lassen sich sämtliche Bauteile eines Kraftwerkes systematisch und einheitlich erfassen. Die Kennzeichnung nach dem KKS besteht aus einer 15- bis 17-stelligen Kombination von Buchstaben und Ziffern. Da die Kennzeichensystematik stark normiert ist, wird sie firmenübergreifend von Planern, Herstellern und Betreibern angewendet. Die eindeutige Klassifizierung mittels KKS-Kennzeichnung erleichtert nicht nur das Projektmanagement, sondern erhöht auch die Kraftwerkssicherheit

L


Leichte Sprache
Gebrauchstexte werden immer häufiger in sogenannter Leichter Sprache verfasst. Diese Leichte Sprache verzichtet auf Fremdwörter, komplexe Satzkonstruktionen und Sprachbilder (Metaphern). Durch ihre Einfachheit können auch weniger sprachkompetente Leser den Text verstehen. Aufgrund der besseren Verständlichkeit werden mittlerweile immer mehr Betriebsanleitungen in Leichter Sprache verfasst.

M


Maverick-Buying
Dieser in deutscher Sprache als „Wilder Einkauf“ beschriebene Begriff stammt aus dem Beschaffungsmanagement. Er bezeichnet den eigenmächtigen Einkauf von Waren, Gütern, Materialien oder Dienstleistungen von Abteilungen, ohne die eigentlich dafür zuständige Einkaufsabteilung des Unternehmens einzubeziehen. Dies führt in der Regel zu Mehrkosten. Maverick Buying lässt sich durch ein modernes strukturiertes E-Procurement unterbinden.

Mechanical Desktop
Diese Software dient zur Modellierung in 3D.

Metromec CM
Diese Software dient in der Qualitätssicherung zur Vermessung von Bauteilen mit CNC-gesteuerten Koordinatenmessgeräten.

MicroStation
Diese Software wird in der 2D-Konstruktion von Maschinenteilen und Baugruppen verwendet.

Montageanleitung
Eine Montageanleitung ist Teil der technischen Dokumentation, die laut Gesetzgeber bei der Auslieferung einer „unvollständigen Maschine“ dem Kunden zur Verfügung gestellt werden muss. Ergänzt wird die Montageanleitung durch eine EG-Einbauerklärung nach Maschinenrichtlinie 2006/42/EG Anhang II 1.B.

O


OEM
OEM (Original Equipment Manufacturer) steht für den Begriff „Erstausrüster“. Im Maschinenbau wird unter einem Erstausrüster ein Unternehmen verstanden, das Produkte unter eigenem Namen als Herstellermarke in den Handel bringt. Das Gegenteil davon ist ein PLM.

P


Performance Level (PL)
Bei der Erstellung einer rechtssicheren CE-Erklärung spielt der Performance Level (PL) eine wichtige Rolle. Der Performance Level beschreibt die Wahrscheinlichkeit des Ausfalls von sicherheitsbezogenen Teile von Maschinensteuerungen. Zur Klassifizierung der funktionalen Sicherheit werden fünf Level unterschieden. Der Performance Level wird dabei auf einer Skala von a (geringster PL) bis e (höchster PL) definiert. Ein wichtiges Software-Tool zur Berechnung des Performance Level ist SISTEMA (Sicherheit von Steuerungen an Maschinen), ein Programm, das auch von der SLZ Maschinenbau GmbH zur Berechnung des Performance Levels benutzt wird.

PLM
PLM (Private Label Manufacturer) steht für das deutsche Wort „Handelsmarke“. Bezeichnet werden damit für Weiterverkäufer produzierte Maschinen oder Produkte, die unter eigenem Markennamen des Kunden in den Handel kommen. Das Gegenteil davon ist ein OEM.

PNOZ
Ein PNOZ ist ein Sicherheitsschaltgerät zur Überwachung von Sicherheitsfunktionen. Der redundante Innenaufbau stellt sicher, dass Fehler in der Beschaltung (beispielsweise durch ein Verschweißen der Schaltkontakte) nicht zu einem Verlust der Sicherheitsfunktion führen.

PRO/Engineer
Diese Software wird zur Modellierung in 3D benutzt, sie dient zum Ableiten von Werkstattzeichnungen und zum Freiformflächendesign.

R


Reedschalter (auch Reed-Kontakt)
Ein Reedschalter ist ein hermetisch in einem Glasröhrchen eingeschlossener Schalter, dessen Kontaktzungen durch ein von außen einwirkendes magnetisches Feld betätigt werden. Die Bezeichnung „Reed“ leitet sich aus der englischen Sprache ab und bezieht sich auf die im Glasröhrchen befindlichen Kontaktzungen. In der englischen Sprache bedeutet „Reed“ soviel wie „Schilfhalm“ oder „Röhrchen“.

Risikobeurteilung
Die Risikobeurteilung dient der Risikominderung beim Betrieb von Maschinen. Der früher gebräuchliche Begriff „Gefahrenanalyse“ wurde dabei aus Internationalisierungsgründen in der aktuellen Fassung der Maschinenrichtlinie 2006/42/EG durch den Begriff „Risikobeurteilung“ ersetzt. Die Grundnorm DIN EN ISO 12100:2010 (Sicherheit von Maschinen) beschreibt die allgemeinen Gestaltungsleitsätze und Begriffsdefinitionen einer Risikobeurteilung.

S


SAT
SAT ist die englische Abkürzung für  „Site Acceptance Test“. SAT bedeutet „Finale Abnahme“ und bezeichnet den letzten Abnahmeprozess vor Ort beim Kunden. Siehe auch Lexikoneintrag FAT.

Schaltdifferenz
Unter Schaltdifferenz, auch als Hysterese bezeichnet, versteht man im Allgemeinen die Differenz zwischen Ausschaltpunkt und Einschaltpunkt. Eine definierte Hysterese ist notwendig, um einen stabilen Regelkreis zu realisieren. Dies gilt für Messgrößen wie Druck, Temperatur, Füllstand oder Durchfluss.

SISTEMA
Mithilfe des Software-Tools SISTEMA werden sicherheitsbezogene Maschinensteuerungen nach DIN EN ISO 13849 bewertet.

SLS
SLS ist die Abkürzung für „Safely-Limited Speed“ (englisch: Sicher begrenzte Geschwindigkeit). Diese in der modernen Steuerungstechnik verwendete elektronische Funktion dient zur sicheren Überwachung einer Maschine, um Arbeitsprozesse zuverlässig unterhalb einer definierten Geschwindigkeitsgrenze zu halten. Häufig verwendet wird die SLS-Funktion für den Service- bzw. Handbetrieb von Maschinen, um beispielsweise ein sicheres Rüsten zu ermöglichen. Damit nimmt die SLS-Funktion einen hohen Stellenwert im Personenschutz ein.

SolidWorks
Diese Software wird häufig in der 3D-Konstruktion von Maschinenteilen und Baugruppen eingesetzt.

SolidWorks Composer
Mithilfe dieses Software-Tools generieren Technischen Redakteure aus vorhandenen CAD-Dateien grafische 2D- und 3D-Inhalte für die Produktkommunikation und die technische Illustrationen.

Sondermaschinenbau
Der Sondermaschinenbau bezeichnet einen Teilbereich des Maschinenbaus, dessen spezielle Anforderungen in der Regel nur erfahrenere Entwickler und Ingenieure erfüllen. Statt Maschinen in sich wiederholender Form zu entwickeln und danach in Serie zu fertigen, wird im Sondermaschinenbau jede Maschine einzeln und individuell nach Kundenwunsch gefertigt. Technikphilosophisch gesehen entspricht der Sondermaschinenbau damit dem Bau von Maschinen im vorindustriellen Zeitalter, als jede neue Maschine empirisch und ohne Baupläne entstand – und damit von vorneherein eine „Sondermaschine“ war.

SPS
Unter SPS versteht der Steuerungstechniker eine Speicherprogrammierbare Steuerung (SPS, englisch: Programmable Logic Controller, PLC). Speicherprogrammierbare Steuerungen werden seit einiger Zeit zur elektronischen Regelung und Steuerung von Maschinen und sogar von komplexen Anlagen verwendet. Durch den Einsatz einer SPS werden Festverdrahtungen und miteinander verbundene Relaissysteme überflüssig.

STEP-Datei
Die Abkürzung STEP steht für Englisch „STandard for the Exchange of Product model data“. STEP ist ein weit verbreiteter Standard für den Austausch von Produktdateninformationen. Dreidimensionale Grafiken lassen sich Dank des Dateiformats STEP in unterschiedlichen Anwendungen betrachten und verarbeiten.

STO
STO ist die Abkürzung für „Safe Torque Off“ (englisch: Sicher abgeschaltetes Drehmoment). Diese in der modernen Steuerungstechnik verwendete elektronische Funktion vermeidet den unerwarteten Anlauf eines Antriebs. Die antreibenden Impulse der Maschine werden durch die STO-Funktion gelöscht, so dass keine drehmomentbildende Energie mehr entsteht. Die extrem kurze Schaltzeit dieser elektronischen Schutzfunktion in Verbindung mit geringen Baukosten macht die STO-Funktion zu einer gängigen technischen Lösung in der modernen Steuerungstechnik.

T


Technische Dokumentation
Aufgrund verschärfter Gesetze zur Produkthaftung wird die Technische Dokumentation einer Maschine immer wichtiger. Die Grundlage der Technische Dokumentation bildet die Betriebsanleitung, die den Vorgaben der  DIN EN ISO 82079 entsprechen muss. Die Technische Dokumentation geht über den Umfang einer Betriebsanleitung hinaus und kann weit umfangreicher ausfallen. Je nach Kundenwunsch enthält sie beispielsweise zusätzlich Stromlaufpläne, Hydraulikpläne und Pneumatikpläne, wahlweise Konstruktionszeichnungen, eine spezielle Kurzanleitung für den Bediener vor Ort, ein Servicehandbuch, die technischen Datenblätter der verbauten Komponenten, eine Liste aller Ersatzteile oder die Betriebsanleitungen der zugekauften Beistellteile.

TIA-Portal
TIA („Totally Integrated Automation“) ist ein standardisiertes Organisationskonzept des Herstellers Siemens, das im Jahr 1996 eingeführt und seitdem weiterentwickelt wurde. Durch TIA wird die Effizienz des Zusammenwirkens aller Automatisierungskomponenten innerhalb des gesamten Produktionsprozesses gesteigert. Hierzu konkretisiert der Hersteller Siemens auf seiner Webseite: „Das Totally Integrated Automation Portal (TIA Portal) ermöglicht [...] den vollständigen Zugriff auf die gesamte digitalisierte Automatisierung von der digitalen Planung über integriertes Engineering bis zum transparenten Betrieb.“

Trowalisieren
Trowalisieren bzw. Gleitschleifen ist ein Verfahren zum Schleifen und Entgraten von Oberflächen. Dabei werden die Werkstücke mit Schleifkörpern in einen Behälter gegeben. Durch die stetige Bewegung des Behälters wird die Oberfläche der Werkstücke geglättet. Der Begriff Trowalisieren leitet sich ab von Walther Trowal („Trommel-Walther“), dem Erfinder dieses Verfahrens.

W


Wilder Einkauf
Dieser in deutscher Sprache als „Wilder Einkauf“ beschriebene Begriff (englisch: Maverick Buying) stammt aus dem Beschaffungsmanagement. Er bezeichnet den eigenmächtigen Einkauf von Waren, Gütern, Materialien oder Dienstleistungen von Abteilungen, ohne die eigentlich dafür zuständige Einkaufsabteilung des Unternehmens einzubeziehen. Dies führt in der Regel zu Mehrkosten. Wilder Einkauf bzw. Maverick Buying lässt sich durch ein modernes strukturiertes E-Procurement unterbinden.

WinCC flexible
WinCC flexible ist eine Anwendung zur Visualisierung von Informationen zum prozessnahen Bedienen und Beobachten von Maschinen. Im Sondermaschinenbau wird WinCC flexible unter anderem  genutzt, um die Bedienoberfläche von Touchpanels zu gestalten.

Z


Zirkularschere
Eine Zirkularschere ist eine Vorrichtung zum Schneiden von Blechstreifen mittels Rollenmessern. Die Blechstreifen werden dabei ohne Grat geschnitten. Durch Distanzstücke zwischen den Rollenmessern lässt sich die Breite der Blechstreifen verändern. Aufgrund der Konstruktion mit Rollenmessern lassen sich große Mengen an Material zeitsparend und gleichzeitig maßhaltig schneiden.