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Maschinenbauer wissen, dass es unter den in Europa anzuwendenden Sicherheitsnormen eine definierte Hierarchie gibt, die darüber entscheidet, welcher Norm der Vorrang eingeräumt werden muss. Hierbei unterscheidet der Maschinenbauer zwischen A-, B- und C-Normen.

A-Norm = Sicherheitsgrundnorm
A-Normen sind sogenannte Sicherheitsgrundnormen, die allgemeine Gestaltungsleitsätze thematisieren. Sie behandeln grundsätzliche Sicherheitsanforderungen. Ein klassisches Beispiel für eine A-Norm im Maschinenbau ist die EN ISO 12100, in der allgemeine Gestaltungsleitsätze zur Sicherheit von Maschinen definiert sind.

B-Norm = Sicherheitsfachgrundnorm
B-Normen sind sogenannte Sicherheitsfachgrundnormen, die in zwei Gruppen eingeteilt sind. So gibt es einerseits die B1-Normen, in denen Sicherheitsaspekte behandelt werden; andererseits die B2-Normen, in denen speziell Schutzeinrichtungen normativ definiert sind.

Beispiel für eine B1-Norm:

EN 1037 Sicherheit von Maschinen – Vermeiden von unerwartetem Anlauf

Beispiel für eine Typ B2-Norm:

EN 953 – feststehende trennende Schutzeinrichtungen 

C-Norm = Maschinenspezifische Fachnorm
C-Normen sind sogenannte maschinenspezifische Fachnormen, in denen Sicherheitsanforderungen an eine spezifische Maschine oder eine Gruppe von Maschinen detailliert dargelegt werden. Ein Beispiel dafür ist die DIN 12880 – Elektrische Laborgeräte – Wärme- und Brutschränke.

Bei der definierten Hierarchie gilt, dass C-Normen der Vorrang eingeräumt werden muss, sofern für die spezifische Maschinen oder Gruppe von Maschinen eine C-Norm existiert. Die in der C-Norm definierten Anforderungen stehen ganz oben in der Hierarchie und sind somit bindend. Wenn keine C-Norm existiert, muss auf A- und B-Normen zurückgegriffen werden.

Einen schönen Tag wünscht

das Team der Engineering Group

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