Natürlich sind wir stolz, dass unsere Laborgeräte zur Zellkulturzucht, die wir weltweit in viele Labore verkaufen, einen nicht ganz unbedeutenden Beitrag zur Herstellung von Impfstoffen leisten. Während die Nachfrage von Pharmaunternehmen nach unseren Laborgeräten unverändert hoch ist, kommt nun ein neuer Geschäftszweig hinzu. Ganz offen gesagt, hat uns dieser neue Geschäftszweig ziemlich überrascht und verwundert.

Denn hierbei werden unsere Laborgeräte dazu verwendet, aus Zellnährlösung tierisches Eiweiß wachsen zu lassen. Mit anderen Worten: Fleisch. Und genau dieses künstlich hergestellte Fleisch beginnt gerade weltweit ein großes Geschäft zu werden. In Israel und Singapur bieten Restaurant bereits Steaks an, die im Labor aus Rinderzellen gezüchtet wurden.

Der Vorteil: Egal, ob Huhn, Rind oder Schwein – durch Zuchtfleisch (auch als „clean meat“ oder „In-vitro-Fleisch“ bezeichnet) muss kein Tier leiden und sterben. Perspektivisch könnte Zuchtfleisch damit die herkömmliche Massentierhaltung mit alle ihren Nachteilen ersetzen. Was nicht nur Veganer freuen wird.

Wäre da nicht der Produktionspreis von derzeit noch rund 100 Euro pro Kilo, der einer rasanten Verbreitung im Weg steht. Fachleute sind sich indes sicher, dass mit der kostengünstigen Massenherstellung von Zuchtfleisch dieses Hindernis bald aus dem Weg geräumt sein wird. So weit, so gut? Nein. Denn neben den ethischen Aspekten rund um die Massentierhaltung bleibt die zentrale Frage offen, wie groß die Nachfrage nach künstlichem Fleisch überhaupt sein wird.

Einen schönen Tag wünscht

das Team der Engineering Group

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