Die Anforderungen an die Produkthaftung werden in Europa immer strenger. Zwar sind wir noch weit von den Prozess- und Schadensersatz-Absurditäten entfernt, wie sie in den USA gang und gäbe sind – doch ohne Zweifel hat in Europa in den letzten Jahren ein Wandel stattgefunden. Daher empfiehlt es sich für seriöse Unternehmen, die Produkthaftung ernst zu nehmen, und zwar nicht nur für Maschinen und Anlagen.

Vielmehr gilt diese Produkthaftung in gleicher Strenge auch für sogenannte Unvollständige Maschinen, deren Dokumentation bislang oftmals stiefmütterlich behandelt wurde. Demgemäß kam jüngst ein Kunde auf uns zu, der lediglich eine „schlichte Bescheinigung“ von uns erbat, dass von einer Unvollständigen Maschine, die bei uns im Haus montiert wurde, keine Restrisiken ausgingen.

Allerdings ist von gesetzgeberischer Seite keine solche „schlichte Bescheinigung“ vorgesehen, die geeignet wäre, das Fehlen von Restrisiken an einer Unvollständigen Maschine zu bestätigen. Vielmehr definiert der europäische Gesetzgeber: Dieser Bestätigung muss immer der Prüfungsprozess der Risikobeurteilung vorausgehen. (Siehe zur Erläuterung BLOG vom 24.10.2017)

Aus diesem Grund erhält der Kunde zu seiner Unvollständigen Maschine eine Dokumentation genau in der Form, die der Gesetzgeber vorschreibt – und dies letztlich zu seinem Nutzen. Denn: Sollten irgendwann Fragen zur Produkthaftung entstehen, ist unser Kunde mit dieser Dokumentation rechtlich auf der sicheren Seite.

Einen schönen Tag wünscht

das Team der Engineering Group

VOLL-Logo-IBS-SLZ